XDVD/DVD erstellen
31.10.2010
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Für das reibungslose Konvertierungen von Dateien mit TMPGEnc (aber auch für andere Videobearbeitungen unterschiedlichster Anwendungen) sind einige Vorbereitungen/Einstellungen notwendig. Informieren Sie sich daher über die notwendigen Vorbereitungen zur Konvertierung nach XVCD.

Audio+Videoimportformate **hier**
Schneiden/Beschneiden (AVI/MPEG) **hier** bzw. mit TMPGEnc MPEG Editor

Die nachfolgende vorgehensweise ist die gleiche wie für das Erstellen einer DVD-Vollformat-MPG - einfach nur anderes Template (DVD statt XDVD) wählen!
Sie können auch die gewünschte Dateigröße vorgeben - nutzen Sie dafür 2-pass-Templates. Beispielanwendung siehe Erstellung einer XVCD.

Neue Templates: XDVD heißt jetzt DVD-halb (bzw. DVD-Halbformat > DVD-voll = DVD-Vollformat) version 2.3 stand 1.1.2007


Und hier gehts nun richtig los:
Beispiel anhand des 1-pass-Templates

Der einfache Weg mit diesen Templates schnell zur eigenen XDVD (DVD-Halbformat) [für ca. 400-500min Spielfilm auf einer 4.7 GB DVD] zu kommen!

Projekt-Wizard

Dient der übersichtlichen, schrittweisen Ubergabe von Konvertieranleitungen an das Programm TMPGEnc zur Umwandlung nach MPG. Trotzdem sind jederzeit manuelle Änderungen möglichen.

Alle Templates haben den gleichen Arbeitsvorgang:

Aufrufen des Project Wizard

Meist startet der Wizard autom. beim Programmstart von TMPGEnc, sonst rufen Sie ihn auf mit "CTRL+W" bzw. file>project wizard. Beachten Sie aber bitte die vorgenannten empfohlenen Anweisungen zu den Voreinstellungen/Vorbereitungen von TMPGEnc bzw. den Videodateien. Sie ersparen sich ggf. unnötige Mehrarbeit!

Project Wizard (1/5)
Passendes Template (hier als Beispiel: PAL25 > XDVD > 1Pass) wählen

Template 1pass (nur ein Berechnungsdurchlauf und trotzdem hohe Qualität!)
Wenn eine AC3-Tonspur existiert, nutzen Sie das entsprechende "only Video"-Template und fügen Video-und Audiospur später im DVD-Authoringprogramm zusammen!

Project Wizard (2/5)
Quelldatei auswählen

Jetzt die zu konvertierende Datei auswählen. Falls eine andere Audioquelle gewünscht ist, immer erst die Videoquelle angeben!. Bei Fehlermeldung wie "format not supported" oder "can not open, or unsupported" siehe Vorbereitungen (fehlender Codec bzw. Vfapiplugin/Directshow auf high prio)

Project Wizard (3/5)
Filter setting

Zwei Einstellungen, die sinnvolle Kontrolle über das Videomaterial bieten!

A: Bild- und Tonkontrolle

Kontrollieren Sie, ob Video/Audiosignale von TMPGEnc auch importiert werden.

Importkontrolle

Info: Wenn's mit dem Video nicht klappt
Sollte hier kein Video angezeigt werden, dann kann es sein, daß der benötigte Codec nicht oder nicht richtig installiert wurde bzw. die Vfapiplugin-Schnittstelle von TMPGEnc falsch eingestellt ist (siehe Vorbereitungen)

Info: Wenn's mit dem Audio nicht klappt
Sollte die Tonspur durchgängig als Strich dargestellt werden, kann der Ton nicht ausgelesen werden, (Codec) siehe Vorbereitungen bzw. Tonspur nach (PCM)WAV konvertieren (allg. das "einfachste" Format, AC3-Audiospur akzeptiert TMPGEnc nicht und muß konvertiert werden!). Aber: manchmal sind die Ausschläge sehr gering, dann ist der Ton ok, nur sehr leise (s.a. VirtualDub) - bzw. nutze/installiere
AC3ACM Decompressor

A: Sourge Range - Filmausschnitt bestimmen

Falls der Film ungeschnitten konvertieren werden soll, kann dieser Abschnitt übersprungen werden. Teilbereiche können (aus der Filmmitte) "ausgeschnitten" bzw. durch Anfang/Ende-Markierung definiert werden. Anwendungsbeispiele: Löschen von Werbeblöcken, Herstellerhinweise, Filmnachspann etc.). Das DVD Authoringstool von TMPGEnc erlaubt aber ein bequemes und (I-Frame)genaues schneiden bzw. zusammenfügen

B: "Clip Frame" - ggf. Bildbeschnitt

Der sichtbarer Filmbereich kann begrenzt werden um z.B. unschöne Randstreifen, zu große schwarze Randbereiche, Logoeinblendung etc. zu beseitigen. Nur notwendig bei störende Streifen bzw. unnötige Rändern, sonst gleich weiter zu "Arrange setting".

B: "Arrange Setting" - Bildproportionen erhalten! "Eierköpfe"

Aspect Ratio

Typischerweise wollen wir auf dem PC+TV das Bild in 4:3 sehen (16:9 TV mal ausgenommen). Wenn die Vorlage so war (4:3 z.B. TV-Capture, SVCD-Filmvorlagen), sind keine Eingriffe notwendig (4:3 > 4:3).
AVI's haben da meist aber andere Proportionen, sie sind fast immer "randlos" (vorprogrammierte Problem besonders bei 'widescreen').
Die Proportionen einzuhalten dienen die berühmten Schwarzen Balken oben und unten. Entweder sind sie bereits drin (SVCD) oder man kann sie nachträgl. erzwingen (keep aspect ratio). Ja man muß dies tun, da sonst die meisten Abpielgeräte, das Bild auf die ganze Fläche ziehen. Erst manuelles nachkorrigieren (am TV 16:9 einstellen, wenns überhaupt geht) bringt die korrekte Optik. Aber das können Sie einfachst vermeiden:

Die Einstellung für "Video arrange Method" sollte auf "Full screen ('keep aspect ratio 2' für TV-Overscan* oder einfach 'keep aspect ratio')" eingestellt werden.
Häkchen in "Clip Frame > Rezised Image is used to display preview" ist hilftreich bei der Früherkennung dieser Problematik!
Die "Source aspect ratio" ist normalerweise das Format des zu codierenden Vodeos (TV also 4:3 oder 16:9) und wird dementsprechend eingestellt. Bei Videos, bei denen die schwarzen Balken abgeschnitten wurden (z.B. bei vielen AVI/DivX Videos) steht hier meist automatisch richtig "1:1 (VGA)" eingestellt werden.(Projekt Wizard: nächste Seite>Expert)
TV-Overscan: Die Herstellern von TV-Geräten tricksen bei der Wiedergabe. Toleranzen (Produktion/Filmmaterial/Sendetechnik) die ein unschönen Rand (wie groß auch immer) produzieren, werden verhindert durch ein ca. 10%iges "vergrößern" des TV-Bildes. Beobachtet mal diesen Effekt bei euren konvertierten Filmen (Vergleich TV-PC)! siehe
hier weiteres

Ansicht
"Clip frame"

Original

und Ansicht

wenn kein Häkchen bei
"Resized image is used to display preview"
dann sehen sie das Bild so, wie es z.B. am TV ausgegeben wird!
Das "Resized" zeigt das "verzerrte Bild für den DVDplayer, der es dann korrigiert wiedergibt (dazu dient s.u. "Keep Aspect Ratio")

Ansicht
"Arrange setting"

"Keep Aspect Ratio"

und die Vorschau

nicht irritieren lassen:

durch die doppelte vertikale Auflösung scheint es verzerrt, wird aber richtig von DVD-Playern dargestellt!

TMPGEnc zeigt aber das korrekte Seitenverhälntis (s.o.) beim Start des Encodiervorgangs!
siehe weiter unten

*dieses vorgeblich verzerrte Bild exisitiert bei SVCD/XDVD/DVD-anamorph - das bild wird autom. wieder richtig skaliert wiedergegeben - der Effekt soll dem Qualitätsgewinn dienen*

Kurz gesagt: Arrange setting > Arrange method > Full Screen (keep aspect ratio)

Project Wizard (4/5)
(Bitrate settings - Anzeige der vorausberechneten Werte - ggf. Modifikationen möglich)

Hier können Sie nichts ändern (bei 1-pass) - "Next" weiter! (bei 2-pass würde hier z.B. die Zielgröße angegeben werden)

Project Wizard (5/5)
Specifying output file name - Ausgabedateinamen und -ort bestimmen

Natürlich der neue MPG-Dateiname

und mit OK gehts los. Bei install. tooLame wird erst die Audiospur extrahiert/konvertiert und dann beginnt die Dateianalyse und es wird sofort eine MPG-Datei angelegt!

DVD-Authoring und Brennen

Hier z.B. mit TMPGEnc DVD Author: Anleitung unter siehe hier (SVCD auf DVD) bzw. DVD-Video erstellen

A. Filme importieren

B. Menütyp auswählen, ggf. anpassen / DVD-Brenndateien erzeugen lassen / Brennmodul starten

So zeigts dann der DVD-Player

Achtung:

Audio

Am sichersten ist die Verwendung von WAV-Audioquellen. MP2/MP3/AC3 lassen sich gut und schnell nach PCM-WAV (unkomprimiert) mit VirtualDubMod 1.5.4.1. konvertieren. Sinnvollerweise sollte aber die AC3-Tonspur erhalten bleiben. Das demuxen aus Vorlagen kann auch mit VirtualDubMod geschehen. Andere Wege/Tools/Problemlösungen zu AC3 siehe hier (und AC3ACM Decompressor). Das Zusammenfügen von Video/Audiospur geschieht dann im DVD Authoringprogramm.

Video

Interlaced:

Was ist interlaced? Es bedeutet, das das Bild aus zwei Halbbildern zusammengestellt wird und dadurch zu erkennen ist, dass in schnellen Szenen im Film "Kammeffekte" zu sehen sind:

Wozu das ganze? Ersparnis bei der Menge der zu übertragenden Daten und der geringeren Anforderungen der Abspieltechnik. Zudem haben die "Stromnetze" praktischerweise die "Normen" gesetzt (50 Hz <> 60 Hz).

Um den Spielfilm, welcher meist in 23.976 aufgenommen worden ist (Hollywoodfilme!) auf einem NTSC Fernseher darstellen zu können, muss der Stream Telecined werden auf deutsch ... für das NTSC 29.976 Fernsehen hin konvertiert werden ... und das Ergebnis seht ihr oben. Im deutschen PAL-Fernsehen werden beide Formen, allerdings in nur einer Geschwindigkeit (25 Bilder/sek.) übertragen!

Für TV gedacht, stört es meist am PC - hier hilft die Option des "de-interlacing". Zusätzlich kann dies vorteilhaftsein, da die Bildqualität z.T. etwas besser wird (abhängig von den TV/DVD-Bauelementen/Decoderalgorythmen).

Deinterlacing in TMPGEnc:

Project Wizard 3/5 (Filter Setting) bzw. Setting/MPEG Setting/Advanced > Deinterlace (None) >  Method: Even Field (im Zweifel diese Einstelung wählen!)

Weitere Infos zu Interlaced: